Zahnaufhellung

Der Wunsch nach weißen Zähnen ist vor allem kosmetischer Natur und hat nichts mit der wirklichen Gesundheit der Zähne zu tun.




Der Farbton der Zähne ist sehr individuell und von der Struktur und der Funktion der Zähne sowie ihrer Umgebung abhängig. Die Zahnfarbe verändert sich im Laufe des Lebens. Zahnverfärbungen können mögliche hinweise auf Erkrankungen der Zähne und der Zahnnerven sein. Auch allgemeingesundheitliche Störungen, Medikamenteneinnahmen sowie eine überhöhte Fuoridzufuhr können die Farbe der Zähne verändern. Es gibt auch Zahnverfärbungen, die durch Auflagerungen auf der Zahnoberfläche hervorgerufen werden. Hier sind vor allem Nahrungs- und Genussmittel verantwortlich.

Die Zahnaufhellung (Bleaching) hellt innen liegende Verfärbungen der Zähne auf. Vor Anwendung eines Bleachings ist eine gründliche Reinigung der Zahno0berfläche notwendig, um alle auf der Zahnoberfläche vorhandenen Ablagerungen bzw. Verfärbungen durch Nahrungs- und Genussmittel gründlich zu entfernen.

Vor der Anwendung von Zahnaufhellungsmaßnahmen ist unbedingt darauf zu achten, dass das Gebiss kariesfrei ist und keinerlei Symptome für Zahnbetterkrankungen zu finden sind.

Es gibt unterschiedliche Methoden der Zahnaufhellung. Ist der Zahn durch eine Wurzelbehandlung verfärbt, wird eine Einlage eines H 2 O 2 – abspaltenden Bleichmittels in den Zahn eingebracht. Zur Erreichung eines optimalen Ergebnisses ist häufig eine mehrmalige Einlage in den Zahn notwendig.

Sind die verfärbten Zähne noch vital können sie mit Hilfe von medikamententrägern (Schienen) entfärbt werden. Diese Maßnahme kann man auch selbst zuhause durchführen (Home-Bleaching). Die Zähne werden hierbei durch das Karbamidperoxid, welches in Gelform in die Schienen eingebracht wird, gebleicht. Die Schienen müssen während des Tages zu bestimmten Zeiten getragen werden. Die Behandlung sollte 4 – 6 Wochen nicht überschreiten.

Das so genannte office-bleachting ist eine weitere Methode der Zahnaufhellung. Der Zahnarzt verwendet dabei hochkonzentrierte Bleichmittel die mit Wärme oder Licht bestimmter Wellenlängen aufgebracht werden. Vor der Anwendung muss das Zahnfleisch mit Gummimanschetten oder Abdichtmittel geschützt werden. Das Bleichmittel wird direkt auf die Zahnoberfläche aufgebracht. Dort verbleibt es für einige Zeit unter Kontrolle des Zahnarztes. Danach wird es gründlich entfernt.

Bei allen Methoden wird nach der Anwendung eine deutliche Aufhellung der Zähne festgestellt. Unter Umständen wird die Wirkung jedoch nach wenigen Jahren wieder reduziert. Dann kann eine erneute Bleichungstherapie vorgenommen werden. Mögliche Nebenwirkungen können Überempfindlichkeit der Zähne und Schleimhautirritationen durch das Bleichmittel sein. Um solche Komplikationen zu vermeiden sollte die Therapie von einem Zahnarzt durchgeführt werden. Nach abgeschlossener Bleichtherapie ist eine Fluoridierung der Zahnoberfläche sinnvoll.

Bei der Häufigkeit der Zahnaufhellung sollten unbedingt die Anwendungsvorschriften beachtet werden. Eine zu häufige oder zu intensive Behandlung kann eine Veränderung der Zahnsubstanz hervorhufen oder auch eine starke Empfindlichkeit der Zähne auslösen. Die Aufhellung sollte nicht mehrmals im Jahr angewendet werden.


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