Karies

Symptome von Karies können empfindliche Reaktionen des Zahnes auf Kälte, Wärme, Saures und Süßes ein. Schmerzen treten erst auf, wenn die Karies durch den Zahnschmelz bis zum Zahnbein vorgedrungen ist. Weißlichgelbe oder braune Verfärbungen des Zahnschmelzes sind die ersten Zeichen beginnender Karies. Langsame und chronische kariöse Prozesse laufen öfters ganz ohne Symptome ab.

Die Ursache für Karies ist der Zahnbelag (Plaque). Er besteht aus Mikroorganismen, welche sich von Zucker ernähren und diesen zu Säure abbauen. Diese Säure greift den Zahnschmelz an. Bakterien können dann eindringen, auch Pilzbefall ist möglich. Hat die Karies den Schmelz durchbrochen, greift sie das Zahnbein an.

Die Entstehung des Zahnbelages wird durch alle Zuckerarten (auch Fruchtzucker, Honig und ausgemahlene Mehle), mangelnde Zahnpflege und durch Arbeit mit hoher Staubbelastung oder in Säure- und Laugendämpfen gefördert. Das Risiko einer Erkrankung steigt durch mangelnde Zahnpflege, durch den Genuss süßer Naschereien und wenn schon erkrankte Zähne unbehandelt bleiben.

Die beste Vorbeugung ist eine zuckerfreie Kost und gründliche, regelmäßige Zahnpflege. Dazu gehören das gründliche Putzen der Zähne, mindestens zweimal am Tag, sowie das Mundausspülen nach jedem Essen. Auch zuckerhaltige Getränke sollten weitgehend vermieden werden. Kontrolltermine beim Zahnarzt sollten zweimal im Jahr stattfinden.

Auch Fluoride können, eingenommen oder direkt auf den Zahn aufgetragen, den Zahnschmelz härten. In Deutschland sind weder Trinkwasser noch Milch mit Fluoriden versetzt. Allerdings gibt es Salz, das neben Jodid auch Fluorid enthält. Bei Kindern und Jugendlichen sollten Fluoride gezielt zur Schmelzhärtung eingesetzt werden. Der Zahnarzt oder die Zahnärztin kann ohne großen Aufwand, Fluorgel oder- lach auf den Zahnschmelz aufbringen. Die Kauflächen der Backenzähne können vor dem Eindringen der Karies durch Versiegeln mit Kunststoff geschützt und beginnende Karies dadurch gestoppt werden.

Durch Druckabfall (zum Beispiel bei Bergtouren, Flugreisen, Tauchgängen) kann bisher unbemerkte Zahnfäule plötzlich zu starken Zahnschmerzen führen. Bleibt die Karies unbehandelt kann sie tief vordringen. Die Folge ist eine Infektion des Zahnmarks, die bis in den Kiefer, die Kieferhöhlen und das Muskelgewebe reichen kann. Es können Kaubeschwerden und Fehlstellungen der Nachbarzähne auftreten.

Zur Behandlung wird die Zahnärztin oder der Zahnarzt die Karies gründlich ausbohren. Eine örtliche Betäubung schaltet den Schmerz aus. Diese Spritze kann für einige Stunden die Konzentration beeinträchtigen. Eine Unterfüllung aus Zement schützt das Zahnmark. Dann wird erst die Höhlung im Zahn gefüllt (plombiert). Bei allen Füllungen müssen der Zusammenbiss der Kiefer kontrolliert und die Füllungen ggf. korrigiert werden, bis sich der Zusammenbiss wieder gewohnt anfühlt. Man sollte unterschiedliche Metalle im Mund vermeiden. Dies gilt besonders für die Stellen, die im Biss aufeinander treffen. Sie könnten sonst in der Folge elektrische Reize auslösen und die Korrosion der Füllungen fördern.