Parodontose

Einer Parodontose (Zahnbettschwund) geht meist eine Parondontitis (Zahnfleischtaschen die eitriges Sekret absondern) voran. Der Kieferknochen bildet sich zurück. Mit zunehmendem Alter wird Parodontose häufiger.

Nicht alle Ursachen der Parodontose sind geklärt. Sicher ist jedoch, dass mangelnde Mundhygiene, schlechte zahnärztliche Arbeit und veränderte Durchblutung durch Stress und Rauchen mögliche Ursachen sein können. Die Erkrankung wird möglicherweise durch Bakterien und Toxine ausgelöst, welche sich in entfernten Körperorganen befinden. Es gibt einen belegten Zusammenhang zwischen Zahnerkrankungen und Erkrankungen des Herzens und Gefäßveränderungen, besonders im Gehirn.

Eine konsequente Zahnpflege ist die beste vorbeugende Maßnahme. Auch die regelmäßige Entfernung von Zahnstein oberhalb oder unter dem Zahnfleischrand ist wichtig, da dieser Zahnbetterkrankungen fördern kann. Die Reinigung mit Ultraschall- und Handgeräten sollte bei jedem Zahnarztbesuch selbstverständlich sein. Nach der Entfernung des Zahnsteins wird die Schmelzoberfläche mit Reinigungspaste und rotierenden Bürsten oder Gumminäpfen poliert. Auf diese Weise werden auch Verfärbungen entfernt, die durch regelmäßigen Genuss von Tee, Rotwein oder durch Rauchen entstehen.

Bildet sich der Kieferknochen im Verlauf der Erkrankung zurück können sich die Zähne lockern und schließlich ausfallen.

Wenn Zahntaschen bestehen, Zahnfleischbluten, fauliger Mundgeruch oder eitriges Sekret auftritt sollten man den Zahnarzt oder die Zahnärztin aufsuchen.

Es gibt keine wirksamen Medikament oder homöopathischen Mittel gegen Zahnbetterkrankungen. Nur eine chirurgische Behandlung und anschließende konsequente Mundhygiene können helfen. Eine Behandlung umfasst mehrere Sitzungen. Dabei werden alte Füllungen poliert und die optimale Mundhygiene trainiert. Das entzündete Gewebe wird chirurgisch entfernt und die Zahnwurzel geglättet. Die Behandlung ist schmerzhaft und wird deshalb bei örtlicher Betäubung ausgeführt. Das Zahnfleisch blutet während der Behandlung stark. Für einige Wochen nach der Behandlung bleiben die Zahnhälse empfindlich. Die Zähne erscheinen nun länger, denn der Zahnfleischrand kann sich zurückbilden. Er strafft sich jedoch wieder. Häufig festigen sich die gelockerten Zähne auch wieder. Soll der Behandlungserfolg anhalten werden anschließend konsequentes Zähneputzen und der gebrauch von Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten (Interdentalbürsten) notwendig. Die Ärztin oder der Arzt müssen ausführlich über die notwendige Mundhygiene informieren und die Zähne regelmäßig viertel- bis halbjährlich kontrollieren. Damit sich die Entzündung nicht wiederholt müssen die Zähne künftig ganz konsequent gepflegt werden.

Gegen den Kieferknochenschwund und Zahnverlust bei Parodontose, die besonders im Alter auftreten gibt es jedoch kein wirksames Mittel. Hier ist es wichtig dass schon in den vorangegangenen Jahren eine optimale Zahnpflege das Entstehen der Erkrankung verhindert.