Flecken auf den Zähnen

Verschieden farbige Flecken auf den Zähnen kann unterschiedliche Gründe haben. Jedoch braucht nicht jeder Fleck eine zahnmedizinische Behandlung. Ursachen für Weiße Flecken können zum einen das Entkalken des Zahnschmelzes sein, sowie die Hyperfluorose und die Schmelzdysplasie sein.

Behandlungsmöglichkeiten bei der Entkalkung des Zahnschmelzes, oder auch initiales Karies genannt, ist das lokal zugeführte Fluorid, dies dient zur Ausheilung der Karies. Jedoch bleibt die weißliche Verfärbung weiter bestehen. Ist an der Zahnschmelzoberfläche etwas aufgebrochen, so wird der Zahn therapiert. Hierzu reicht meistens eine kleine Zahnplombe aus. Eine Therapie bei der Hyperfluorose ist nicht notwendig. Hierbei wurde zu viel Fluorid in der Entwicklung des Zahnes zugeführt. Um diese Flecken zu beseitigen und ein ästhetisch schönes Bild zu bekommen, ist es möglich sogenannte Veneers anzubringen. Diese sind Keramikschalen, die über den eigenen Zahn angebracht werden. Eine solche Behandlung sollte gut bedacht sein, da gesunde Zahnsubstanz angegriffen wird.
Ursache für eine Schmelzdysplasie kann zum einen genetisch sein, zum anderen kann eine Hypokalzämie zugrunde liegen, die durch einen niedrigen Kalziumspiegel im Blut hervorgerufen wird. Sehr häufig liegt jedoch ein sogenanntes Milchzahn-Trauma vor, hierbei wurde während der Kindheit der bleibende Zahn beziehungsweise die Zahnkrone, durch den Milchzahn verletzt.

Äußere Zahnflecken, welche durch färbende Lebensmittel wie Tabak, Kaffee oder Fruchtsäfte entstehen, können weitgehend problemlos entfernt werden. Es entstehen nicht nur äußerliche Verfärbungen an den Zähnen, sondern auch innerliche. Absterbende Zahnnerven führen auch zu einer Verfärbung der Zähne. Infolge eines Zahnunfalls können sich die Zähne ebenso verfärben.

Treten jedoch in schweren Fällen bräunliche Flecken auf den Zähnen auf, so wird von einer Dentalfluorose gesprochen. Ab dem 7.Lebensjahr ist die Gefahr vorüber an einer Dentalfluorose zu erkranken. Diese Form tritt häufig in Gegenden auf, in der die Konzentration von Fluorid über 2 mg pro Liter im Wasser beträgt. In Deutschland ist das Zuführen von Subtanzen in das Trinkwasser verboten.
Fluorid kann bei einer Überdosierung schädlich wirken, jedoch hat es großen Anklang in der Zahnmedizin gefunden. So kann lokal angewandtes Fluorid, in Form eines Gels, als direkte Maßnahme verwendet werden. Für einen optimalen Schutz vor Karies sollte eine Individualprophylaxe beim Zahnarzt stattfinden. So lassen sich die Zähne bis ins hohe Alter erhalten.