Zahnzusatzversicherungen für Kinder?

Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, eine Zahnzusatzversicherung in Anspruch zu nehmen. Vor allem jene, die statt der „ökonomische“ Behandlung der Krankenkassen lieber eine Behandlung von allererster Qualität und nach den neuesten medizinischen Standards haben möchten. Für Erwachsene ist die Zahnzusatzversicherung in der Regel sinnvoll – doch wie schaut es bei Kindern aus? Brauchen auch die Kleinen schon eine zusätzliche Versicherung für die Zähne?

Die Antwort von Experten ist ein klares „Ja“. Doch Kids brauchen nicht dieselben Leistungen wie Erwachsene – Zahnersatzleistungen wie beispielsweise Brücken sind bei Kindern kaum nötig. Deshalb muss die passende Versicherung für die Kleinen gewählt werden. Essentiell sind für Kids Leistungen in den Bereichen Kieferorthopädie, Prophylaxe und Zahnbehandlung.

Die wichtigsten Leistungen für Kids

Die Kieferorthopädie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Leistungen: Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen immer seltener übernommen. Die Fehlstellung der Zähne wird einem von fünf möglichen Schweregraden zugeordnet – dieses System nennt sich KIG (kieferorthopädische Indikationsgruppen). Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Regulierung nur dann, wenn der Schwergrad zwischen 3 und 5 liegt. Für eine „leichte“ Fehlstellung besteht aus Sicht der Krankenkassen keine medizinische Notwendigkeit – deshalb müssen die Kosten, die sehr hoch sind, privat übernommen werden. Eine private Zahnzusatzversicherung kann diese Kosten abfedern. Damit die Kosten auch übernommen werden, muss die Versicherung vor dem Anraten einer KFO-Behandlung abgeschlossen werden. Wurde diese Behandlung vom Arzt bereits vorgeschlagen, ist es zu spät für den Abschluss einer Versicherung – da der Versicherungsfall bereits eingetreten ist. Es lohnt sich also, rechtzeitig eine Versicherung abzuschließen – am besten bereits ab einem Alter von vier bis fünf Jahren. Grundsätzlich sind die Tarife für Kids wesentlich günstiger als für Erwachsene – sie beginnen bei etwa fünf Euro im Monat. Man kann die günstigen Beiträge allerdings nicht bis in das Erwachsenenalter „mitnehmen“. Ab dem 18. Oder 21. Lebensjahr – je nach den speziellen Konditionen der Versicherungsanstalt – muss in den Erwachsenentarif gewechselt werden.